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Bild Maedchen in Bolivien
Plakat GATE-Stammtisch
Stammtisch


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Allgemeine Infos zum Stammtisch

Seit Februar 2007 richtet GATE einen Stammtisch aus, bei dem unterschiedliche Themen zu Tourismus und Nachhaltigkeit diskutiert werden. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und eigene Themen vorzuschlagen.

Hinweis: Der Stammtisch ist eine für alle offene Veranstaltung, in der - auch kontroverse - Diskussionen in den Vordergrund gestellt werden. Die Meinungen der Referierenden entsprechen nicht unbedingt der Überzeugung der Vereinsmitglieder.

Wann? ab 19 Uhr
Wo? Café 100 Wasser, Simon-Dach-Straße 39 (Ecke Krossener Straße), 10245 Berlin-Friedrichshain, U/S Warschauer Straße, Tram 10 Grünberger Straße - innerhalb des Cafés im 1. Stock



Anmeldung erbeten bei: Hendrik Wintjen, E-Mail: E-Mail
Download Einladung zum Stammtisch (PDF 83 KB)

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Nächster Stammtisch

24. Januar 2012 - Matthias Beyer - Gletscherski und Wintersport in den Alpen - Mit Schneekanonen auf den Klimawandel schießen?
Dipl.-Ing. Matthias Beyer / mas|contour


Wintersport In Europa sind bisher nur wenige Ereignisse aufgetreten, die uns unmittelbar erahnen lassen, was der fortschreitende Klimawandel mittel- bis langfristig für Auswirkungen auf unser Leben haben könnte. Zwei Phänomene erregen aber bereits heute schon für Aufmerksamkeit, nämlich der Rückgang der Gletscher in den Alpen und dessen Konsequenzen sowie der zunehmende Schneemangel in vielen Wintersportorten und dessen Einfluss auf den Tourismus.

Gerade die Alpen-Gletscher gehören zu den Naturerlebnissen, die nicht nur einzigartig in Europa sind, sondern auch am stärksten durch den Klimawandel betroffen sein werden. Da die Entwicklung der Alpen-Gletscher direkt mit dem Temperaturanstieg in Verbindung steht, ist es unumgänglich, dass sich die Alpen-Gletscher bei voranschreitendem Anstieg der Sommertemperatur weiter zurückziehen werden.

- Was bedeutet dies für die Zukunft von Sommerskigebieten und den Wintertourismus in den Alpen?
- Welchen Stellenwert hat das Phänomen des Klimawandels in den Alpen?
- Welche Strategien gibt es, um sich an den Klimawandel anzupassen und den Tourismus als Wirtschatfsfaktor langfristig zu sichern?

Diesen Fragen geht Matthias Beyer in seinem Vortrag nach, der sich als geschäftsführender Gesellschafter des Tourismusberatungsunternehmens mas|contour seit vielen Jahren mit Nachhaltigkeitsstrategien für touristische Destinationen und Unternehmen auseinandersetzt.

Kontakt: Dipl.-Ing. Matthias Beyer beyer@mascontour.info www.mascontour.info

Bildquelle: www.swissinfo.ch




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Pläne - zukünftige Termine

Dezember 2011 - Das Thema steht noch nicht fest.


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Archiv - ehemalige Termine

29. November 2011 - Gabriele Baumgarten, Geschäftsstellenleiterin des asr in Berlin:
"green travel bridge: Eine Brücke zwischen nachhaltigen lateinamerikanischen Leistungsträgern und Reiseanbietern im deutschsprachigen Reisemarkt"


green travel bridge Das Ziel der green travel bridge ist die internationale Zusammenarbeit zwischen Leistungsträgern in den Zielgebieten und Reiseanbietern des deutschsprachigen Reisemarktes zu fördern und letztere durch kompetente Schulungen für das Thema des nachhaltigen Reisens zu qualifizieren. Schließlich trägt die Initiative zu einer nachhaltigen Entwicklung in Lateinamerika wie auch zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Reiseunternehmen in den deutschen Quellmärkten bei.

Die green travel bridge ist aus einer Entwicklungspartnerschaft zwischen dem asr-Bundesverband, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) GmbH und Partnern aus der Touristik entstanden.

In Zusammenarbeit mit der internationalen Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance, erfasste green travel bridge rund 360 zertifizierte Hotels, Ausflugsziele und Incoming-Agenturen aus Lateinamerika auf der www.greentravelbridge.de Webseite. Diese Leistungsträger werden von den Projektteilnehmern (zurzeit 23 deutsche Reiseveranstalter) entsprechend ihrer Reiseangebote in ihr Portfolio übernommen und als nachhaltige Produkte ausgewiesen.

Auf diesem Weg konnten bereits 40 nachhaltige Reisepakete erfolgreich erstellt und vermarktet werden. Die Vermarktung dieser Reisen erfolgt in Kooperation der teilnehmenden Partner im Reisevertrieb. Hierzu integriert green travel bridge die Angebote in die Reservierungssysteme zur direkten Buchung der Reisebüros und schult Expedienten zum Thema Nachhaltiges Reisen am Beispiel Lateinamerika. 25. Oktober 2011 - François Pihaatae, Experte für Klimawandel im Auftrag des Pazifischen Kirchenrats (PCC - Pacific Conference of Churches) :
"Den Klimawandel im Nacken - Die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Insulaner im Südpazifik"


Klimawandel Suedpazifik Von der Tahitianischen Kirche entsendet, engagiert sich François Pihaatae im Auftrag des Pazifischen Kirchenrats (PCC - Pacific Conference of Churches) mit Hauptsitz in Fidschi in der Lobbyarbeit für verantwortungsvolle Regierungsführung zu dem Thema Klimawandel, die Auswirkungen auf die Einwohner der kleinen Inselstaaten im Südpazifik und Möglichkeiten der Anpassung. Tourismus spielt in der Debatte auch eine zentrale Rolle, denn die Insulaner sind hochgradig abhängig vom Tourismus, der Klimawandel bedroht den Tourismus und gleichzeitig trägt auch der Tourismus im Südpazifik zum Klimawandel bei. Bei dem Vortrag werden Konfliktfelder, Lösungsansätze und die Rolle des Tourismus beleuchtet. Zusammen mit Tourismus- und Klimaexperten wird im Anschluß an die Präsentation von François Pihaatae diskutiert, inwiefern der Tourismus im Südpazifik unter den gegebenen Umständen noch zukunftsfähig ist. Dabei werden Erkenntnisse aus einer gemeinsamen Exkursion und Studie in Tahiti und Fiji von François Pihaatae und Sabine Minninger, EED Tourism Watch, mit einfliessen.

François Pihaatae ist auf Einladung von Brot für die Welt in Deutschland zu einer Speakertour eingeladen, um auf die Einwirkungen des Klimawandels auf die Südpazifik-Insulaner aufmerksam zu machen.

29. Sept. 2011 - Heinz Fuchs, Verantwortlicher für den Bereich Unternehmensverantwortung - Tourism Watch - Fairtrade beim Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) :
"Alles was Recht ist - Menschenrechte und Tourismus"


TourismWatch Die revolutionären Veränderungen in Nordafrika haben die Menschenrechte mitten in die touristischen Hotspots gerückt. Unternehmen suchen nach Ansätzen, wie menschenrechtliche Aspekte in Strategien verantwortlicher Unternehmensführung eingebunden werden können. Dabei werden Begriffe und Konzepte wie "Do no harm" (richte keinen Schaden an) und "Due diligence" (besondere Sorgfaltspflicht) aus der Konflikt- und Menschenrechtsarbeit für den Tourismus reflektiert. Auch der staatliche Ordnungsrahmen kommt in Bewegung: Der Tourismusausschuss des Bundestages führte eine Anhörung zum Thema durch und die Parlamentarier werden in Kürze im Plenum über entsprechende Anträge aus der SPD- sowie der CDU/CSU-Fraktion zu Tourismus und Menschenrechten debattieren.

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" - so beginnt die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte". Dieser Erklärung sind seitdem zahlreiche internationale Abkommen und Vereinbarungen gefolgt, welche die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Menschen festschreiben und die Staaten in die Pflicht für ihre Umsetzung nehmen. Auch wenn nur einige der Artikel und Abkommen, direkte Bezüge zum Tourismus haben, darf keines der Rechte und Schutzpflichten bei der Tourismusentwicklung vernachlässigt werden. Zweifellos kann Tourismus durch Begegnungen auf Augenhöhe und bei besonderer Sorgfalt der Agenturen und Reiseveranstalter zur Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte beitragen. Andererseits prosperiert der Tourismus aber auch immer wieder dort, wo elementare Rechte missachtet werden. Im Namen der Tourismusentwicklung werden Menschen diskriminiert, in ihrer Meinungsäußerung beschränkt und ihre Beteiligung an Entscheidungen behindert. Bauern und Fischerfamilien werden enteignet, indigene Gemeinschaften von ihrem Land vertrieben und Kinder sexuell ausgebeutet.

Die Zukunft des Tourismus wird davon abhängen, inwiefern er zum Vorteil der Menschen und im Einklang mit Natur und Umwelt gestaltet wird. Damit dies um der Menschen willen gelingt, braucht es auch im Tourismus verbindliche Spielregeln, die sich aus den Staatenpflichten zur Verwirklichung der Menschenrechte ergeben. Es wird in der Diskussion daher auch um die Frage gehen, was Freiwilligkeitsinitiativen und CSR Strategien touristischer Unternehmen zu leisten in der Lage sind und wo die Grenzen der Freiwilligkeit liegen, wenn es um elementare, global geltende Rechte der Menschen und eine daran ausgerichtete Tourismusentwicklung geht.

Weiterführende Informationen: Alles was Recht ist - Menschenrechte und Tourismus



28. Jun 2011 - Jörn Frenzel, Architekt, Coach an der School of Design Thinking Potsdam und Gründungsmitglied von "vatnavinir", Island (Initiative für nachhaltigen geothermalen Tourismus) :
"Ökologische Balance, Wellness und neue kommunale Wachstumsmuster im Bereich des nachhaltigen Tourismus"


Vatnavinir "Vatnavinir" (isländisch für "Wasserfreunde") sind ein internationales Team von Fachleuten aus so unterschiedlichen Disziplinen wie Architektur, Design, Marketing, Tourismus, Philosophie und Kunst. Im Zentrum der Bemühungen von "vatnavinir" stehen Kreativität und soziale Innovation als Katalysatoren einer Neubewertung und gemeinschaftlichen Nutzung von Ressourcen. Die Rolle von "Design" im Sinne von interdisziplinärer, ganzheitlicher, systemischer Problemlösung sowie der Gestaltung und Moderation von Prozessen nimmt dabei eine besondere Bedeutung ein.

"Vatnavinir" entwickeln Konzepte, die der vielschichtigen sozioökonomischen Entwicklung und nachhaltigen Nutzung der Geothermie und wilden Natur Islands für den Gesundheits- und Wellnesstourismus dienen. Unter dem Titel "Wellness Country Iceland" hat das Team Orte und Möglichkeiten dafür identifiziert, sowie landesweite Vorschläge für die Verbesserung alter Bäder und die Entwicklung neuer Heil- und Badestätten erarbeitet. Die isländische Badekultur ist weltweit einzigartig und basiert auf der unverwechselbaren Natur des Landes. Wasser in verschiedensten Formen - heiß und kalt - ist in unberührter Form vorhanden und steht in- und ausländischen Besuchern für eine Vielzahl von Funktionen und Nutzungen zur Verfügung. Das Projekt "Wellness Country Iceland" zielt auf die Schaffung eines einzigartigen Netzwerkes heißer Bäder in Island ab, die den unterschiedlichsten gesundheitsrelevanten und touristischen Aktivitäten und Erlebnissen dienen. Das Projekt basiert auf der aktiven Zusammenarbeit von Interessensgemeinschaften zur Schaffung von Arbeitsplätzen und nachhaltiger Tourismusstrukturen im ganzen Land.

Mit der Gründung von "vatnavinir Westfjords" ist der Landesteil Westfjorde im Jahr 2009 konkret in das Landesprojekt eingebunden worden. "Vatnavinir Westfjords" sind ein Zusammenschluss von Landeigentümern, kleinen Bäderbetreibern, lokalen Verbänden und Verwaltungen sowie Tourismusorganisationen mit dem Team von "vatnavinir". Momentan nehmen elf Orte mit heißen Quellen teil und haben die Realisierung des konzipierten Netzwerkes verschiedener Pools mit einer Vielzahl von Dienstleistungen für Touristen in Angriff genommen. "Vatnavinir" beraten die Eigentümer und Kommunen bei der Konzeption, Analyse, Entwicklung und dem architektonischen Design der Orte. Das Ziel dieser Bemühungen sind die umfassende Entwicklung der Westfjorde in den Bereichen Badekultur, Natur, Gesundheit und Erholung sowie eine Aufwertung dieser isolierten Region. Das Projekt Vatnavinir Westfjords erhielt 2010 den von der EU ausgelobten Eden Award und den Titel "European Tourist Destination of Excellence" für Wassertourismus. Darüber hinaus arbeiten "vatnavinir" an der Entwicklung von kleinen und größeren Bade- und Tourismusprojekten sowie Landschaftsgestaltungen im ganzen Land, sowohl im städtischen wie im ländlichen Raum und in der Natur.

Die isländische Vereinigung hat den prestigeträchtigen Architekturpreis "Global Award for Sustainable Architecture 2011" erhalten. Verantwortliche Architekten bei "vatnavinir" sind Olga Guðrún Sigfúsdóttir, Sigrún Birgisdóttir (beide Island) und Jörn Frenzel (Berlin). Der von der Locus Foundation ausgelobte und unter der Schirmherrschaft der Unesco stehende Preis wird an Architekten verliehen, die sich weltweit Anerkennung für ihre Fortschritte auf dem Gebiet der nachhaltigen Architektur erworben haben. Jedes Jahr werden unter mehr als 200 Bewerbern fünf Preisträger ausgewählt. Frühere Gewinner des Preises, der nun in seinem fünften Jahr besteht, waren u.a. Snøhetta, Architekten des Opernhauses Oslo, Wang Shu, Thomas Herzog, Bijoy Jain und Diébédo Francis Kéré.

Website von Vatnavinir: www.vatnavinir.is



17. Mai 2011 - Stephan Pfaff, Mitbegründer des Projekts Unity Express :
"Unity Express - Tourismus als Motor für interkulturelle Kommunikation und gesellschaftliche Veränderung in Europa"


Unity Express Der Unity Express ist ein einziger Zug, der 24 europäische Länder in vier Wochen besuchen wird. Er wird in 13 Städten Halt machen und die Reisenden mit lokalen Gemeinschaften in Verbindung bringen. Zusammen mit tausenden von Menschen erschafft er eine beispielhafte Miniatur-Gesellschaft, die Europa verändert, während sie es durchkreuzt.

Der Unity Express bietet die Chance, die vielfältigen Menschen, Geschichten und Weltbilder zu erfahren, die auf dem europäischen Kontinent nebeneinander bestehen. In dieser Vielfalt liegt die Stärke von Unity Express. Das Projekt schafft Berührungspunkte für diese Vielfalt und macht ihr Potential nutzbar. Er will Europäer dazu inspirieren, sich aktiv einer Bewegung anzuschließen, die mehr Verständnis und Respekt füreinander, sowie mehr Zusammenarbeit miteinander erreichen will. Der Unity Express versteht sich als Plattform mit unbegrenzten Möglichkeiten für alle, die in Europa leben und für ein gemeinsames Europa aktiv werden wollen.

Der Unity Express ist ein Projekt von Freiwilligen, das seinen Ursprung in der Couchsurfing Community hat. Stephan Pfaff ist Mitbegründer des Projektes und will mit seinem Vortrag eine außergewöhnliche Gemeinschaftserfahrung vorstellen, die in seinen Grundzügen eine Europareise ist. Der Vortrag bietet Grundlage für eine Diskussion darüber, inwiefern Tourismus als Motor für interkulturelle Kommunikation und gesellschaftliche Veränderung funktionieren kann. Wichtige Fragen, die sich in diesem Hinblick aus dem Unity Express ergeben sind:

Link zur Homepage: Unity Express



12. April 2011 - Jens Heimendahl - Inhaber von Cross-Border-Travels:
"Herausforderungen eines sozial- und umweltverträglichen Tourismus in Ghana"


Nachhaltiger Tourismus in Ghana Jens Heimendahl, Inhaber der vor kurzem gegründeten Reiseunternehmung Cross-Border-Travels (www.cbtravels.de), berichtet über seine touristischen Erfahrungen in Ghana, der Haupt-Destination seiner Unternehmung. Er geht der Frage nach, was sozial- und umweltverträgliches Reisen in Ghana bedeuten kann, worin hier die Herausforderungen für den zukünftigen Tourismus in Ghana bestehen und in welchen Bereichen es Defizite gibt. Die Antworten auf diese Fragen macht er mit zahlreichen Bildern aus dem westafrikanischen Land anschaulich.

"Ein Sektor, der für die wirtschaftliche Zukunft Ghanas zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist der Tourismus. Hinsichtlich seiner Entwicklung hat im Jahre 1996 die ghanaische Regierung einen auf 15 Jahre angesetzten Integrated National Tourism Development Plan initiiert, mit dem versucht werden soll, die Zahl der alljährlich Ghana besuchenden Touristen auf 1 Million im Jahre 2020 zu steigern. Ghanas touristische Attraktionen sind hauptsächlich traumhafte Badestrände, Naturparks und Wildtierreservate, traditionelle Festivals und die alten Europäerforts an der Küste. Gerade unter Afroamerikanern hat Ghana aufgrund der Geschichte des Sklavenhandels eine große touristische Bedeutung. Besonders im Küstenbereich ist bereits eine nennenswerte Tourismusindustrie mit kleineren und mittelgroßen Hotelanlagen entstanden. [...] Ökotourismus gewinnt in Ghana zunehmend an Bedeutung." - Quelle: Wikipedia.de

22. März 2011 - Markus Tressel, MdB - Bündnis 90/Die Grünen - Sprecher für Tourismuspolitik:
"Tourismus als Wirtschaftsmotor FÜR die Region – und nicht nur in der Region"


Markus Tressel Der Vortrag gewährleistet einen Einblick in die Grundzüge grüner Tourismuspolitik. Markus Tressel versteht den Tourismus als Querschnittsaufgabe der Politik. Ob Umwelt- oder Wirtschafts-, ob Bildungs- oder Generationen-, ob Regional- oder Finanzpolitik: Nahezu alle Politikfelder tangieren auch den Tourismus. Deshalb verstehen die Grünen den Tourismus als Schlüssel für eine nachhaltige Regionalentwicklung. Das bedeutet das Nutzen von Kaufkraft für endogene, also in der Region befindliche Potenziale. In seinem Vortrag wird Markus Tressel dabei zunächst aktuelle Zahlen und Trends im Verbraucherverhalten aufgreifen. Anschließend wird die Rolle und Chance des Tourismus im ökologischen, ökonomischen und sozialen Kontext für die Regionen/ Tourismusdestinationen beleuchtet. Dabei werden die aktuellen Trends aufgegriffen und in Bezug auf ihre Potenziale für eine nachhaltige Entwicklung in der Tourismusregion zusammengeführt.

28. Februar 2011 - Saskia Kenter, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften, HU Berlin & freie Mitarbeiterin bei Eine Welt Reisen GmbH:
"Entwicklung von nachhaltigem Tourismus in der Mongolei - Ein Einblick in das Kongress- und Kulturpartnerland der ITB 2011"


Nachhaltiger Tourismus in der Mongolei Neben mobiler Weideviehwirtschaft und Bergbau soll Tourismus als dritter Wirtschaftspfeiler der Mongolei entwickelt werden. Die Hoffnung, dass Tourismus ein zusätzliches Einkommen für die ländliche Bevölkerung schafft und somit die gegenwärtige Urbanisierung und die oft damit verbundene Armutsentwicklung abmildert, ist groß. Durch Klimaveränderungen und die zunehmende Bedeutung von Bergbau als Hoffnungsträger der mongolischen Wirtschaft steht der Tourismus - vor allem in der Gobi - jedoch vor neuen Herausforderungen. Sind es doch vor allem zwei Faktoren, die Touristen in die Mongolei ziehen: Die relativ unberührte, vielfältige Natur und die nomadische Kultur. Um diese zu erhalten und zu fördern arbeitet die mongolische Tourismusindustrie vermehrt mit Konzepten wie "community based tourism" und "sustainable tourism".

Dieser Vortrag beschäftigt sich damit, was Entwicklung von nachhaltigem Tourismus in Bezug auf die mongolischen Verhältnisse bedeutet und wie sie von mongolischen Tourismusvereinigungen wahrgenommen wird. Der Vortrag beleuchtet die Tourismusstruktur der Mongolei und zeigt, wie sich lokale Initiativen den gegenwärtigen Herausforderungen stellen. Am Beispiel des Reiseangebots von Eine Welt Reisen, das in Zusammenarbeit mit dem STDC (Sustainable Tourism Development Center Mongolia) konzipiert wurde, sollen Chancen und Möglichkeiten für eine wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltige Tourismusentwicklung aufgezeigt und diskutiert werden.


Dezember 2010 - GATE e.V. wünscht besinnliche und frohe Festtage! Zum Jahresende haben wir eine Winterpause eingelegt und freuen uns auf neue Aktivitäten im Jahr 2011.



11. November 2010 - Sven Tomschin, Spezialist für Social Media:
"Cities I've visited - Social Media in der touristischen Vermarktung"


Social Media im Tourismus Mit der Durchsetzung von Social Media als Teil der Firmenkommunikation entwickeln sich neue Anforderungen an touristische Unternehmen. Es gilt, über die neuesten Möglichkeiten und Trends informiert zu sein, um geeignete Kanäle zu bedienen. Die Entwicklung ist rasant, so dass heute schon vom Web 3.0 zu reden ist; in einer Zeit, in der viele Firmen gerade beginnen, sich mit Web 2.0 zu befassen.

Nonprofit-Organisationen haben haben längst die Vorteile dieser schnellen und direkten Kommunikation für sich entdeckt und gelten als Trendsetter in der Social Media Landschaft. So haben z.B. in den USA bereits 93% aller gemeinnützigen Organisationen eine Seite bei Facebook (emarketer.com).

Beim diesmaligen GATE-Stammtisch sollen folgende Themen behandelt werden:

- Entwicklungen der Social Media im Tourismus
- Eigenschaften und Anforderungen des Web 3.0
- Implikationen für die Integration von Social Media in das touristische Marketing

Link zur Präsentation von Sven Tomschin: Social Media in Tourism Marketing

Bitte beachten - der Veranstaltungsort für diesen Stammtisch ist: Büroraum von mixxd (Ladenfront), Torellstr. 5, Berlin-Friedrichshain, U/S Warschauer Straße

26. Oktober 2010 - Volker Schwarz, Leitung Barrierefreier Tourismus Berlin/Brandenburg bei Mobidat - Projekt Mobilität für Alle:
"Barrierefreier Tourismus für Alle - Reisemöglichkeiten für Menschen mit besonderem Servicebedarf"


Mobidat - Barrierefreier Tourismus für Alle Das Informations- und Auskunftssystem Mobidat engagiert sich für ein barrierefreies Berlin. Zusätzlich zu einer Datenbank, in der sich derzeit Angaben zur Zugänglichkeit von ca. 30.000 Berliner Einrichtungen befinden, bietet Mobidat Hilfe bei der Organisation barrierefreier Veranstaltungen, Beratungen und Gutachten zum barrierefreien Bauen, Wohnen und zum barrierefreien Tourismus. Und dies sind die Themen:

1. Bedeutung des barrierefreien Tourismus: Die gleichberechtigte Teilnahme am Leben in der Gesellschaft ohne Einschränkungen und ohne Benachteiligung oder Bevormundung ist ein Bürgerrecht. Dieses Recht bezieht sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche und damit auch auf den Bereich Tourismus. Für den Tourismusstandort Deutschland ist es somit bedeutend, dass Urlaubsziele in Europa für alle Menschen zugänglich und erlebbar sein sollten.

2. Barrierefreier Tourismus für Alle - ein erheblicher Wirtschaftsfaktor: Die Entwicklung eines barrierefreien Tourismus für Alle ist aber nicht nur eine gesellschaftspolitische Aufgabe, sondern stellt auch eine ökonomische Notwendigkeit dar. Die Zahlen von mehr als 20 Mio. Menschen mit Mobilitäts- oder Aktivitätseinschränkungen in Deutschland und mehr als 130 Mio. in Europa machen deutlich, dass barrierefreier Tourismus für alle ein Marktsegment mit erheblicher ökonomischer Bedeutung ist. Infolge des wachsenden Anteils an älteren Menschen wird dieser zukünftig noch zunehmen.

28. September 2010 - Dr. Ines Carstensen, Geschäftsführerin:
"Futouris - auf dem Weg zur Nachhaltigkeitsinitiative der Tourismus-Branche?"


Futouris e.V. - die Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V., der 2009 gegründete, gemeinnützige Verein, ist eine Nachhaltigkeitsinitiative der Tourismusbranche. Führende Tourismusunternehmen engagieren sich erstmalig gemeinsam für ein übergeordnetes Ziel. Gemeinsam setzen sich die Mitglieder von Futouris weltweit für die Verbesserung der Lebensverhältnisse, den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Umwelt- und Klimaschutz ein. Dabei haben sie sich zum Ziel gesetzt, langfristige, umfassende und nachhaltige Hilfe zu leisten. Alle Maßnahmen werden in intensivem Austausch mit den lokalen Gemeinden geplant und realisiert. Schwerpunkte der Initiative sind:

Soziokulturelle Verantwortung: Futouris unterstützt 2009 schwerpunktmäßig Schulen und Ausbildungsprogramme für Jugendliche und junge Erwachsene.

Umwelt- und Klimaschutz: Insbesondere engagiert sich Futouris auch für den Klimaschutz und setzt zusammen mit Klimaschutzpartnern - wie z. B. der Stiftung myclimate - weltweite Klimaschutzprojekte um.

Erhalt der biologischen Vielfalt: Eine ausgewogene Verknüpfung von Schutz und Nutzung der biologischen Vielfalt zählt für Futouris zu den Schlüsselfragen der Zukunft.

Die Geschäftsführerin Frau Dr. Ines Carstensen wird diese neuartige Initiative beim Stammtisch vorstellen und steht den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung.

25. August 2010 - GATE e.V. :
"Sommertreffen von GATE - Netzwerk, Tourismus, Kultur"


GATE-Stammtisch - Sommertreffen 2010 Im Monat August findet das Sommertreffen von GATE e.V. - Netzwerk, Tourismus, Kultur statt. Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, um diesmal über die Arbeit des Vereins zu sprechen und ihre Vorstellungen und Idee zur weiteren Vereinsarbeit einzubringen. Wir freuen uns auf die Gelegenheit, viele Gaties zu treffen!

Treffpunkt ist wieder unser traditionelles Veranstaltungslokal Café Hundertwasser in Berlin-Friedrichshain.

28. Juni 2010 - Randy Haubner (Projektleitung Nachhaltiger Tourismus beim Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung):
"Nachhaltigkeit innovativ vermitteln - Nachhaltiger Tourismus in der beruflichen Aus- und Fortbildung"


GATE-Stammtisch Wertschöpfungsketten Zukunftsfähiges Reisen! Nachhaltiger Tourismus! Diese Begriffe finden zunehmend Eingang in die Debatte und auch in die Tourismusunternehmen. Was steckt dahinter und was können Akteure in der Tourismusbranche tun? Das Projekt "Bildungs_Lücke Nachhaltigkeit im Tourismus in der beruflichen Aus- und Weiterbildung" hat zum Ziel, (angehende) Tourismusfach- und -führungskräfte, Multiplikator/innen und Vertreter/innen in der Tourismusbranche für die Thematik zu sensibilisieren. Die Integration der Thematik in die berufliche Aus- und Weiterbildung ist ein wichtiger Schritt, nachhaltige Aspekte langfristig im Tourismus zu verankern. Das Projektnetzwerk erstellt in diesem Rahmen Bildungs- und Informationsmaterialien, bietet Qualifizierungsmaßnahmen an und schafft eine Plattform für den Austausch der unterschiedlichen Akteure.

Welche Strategien können weiterhin entwickelt werden, um das Thema langfristig in der touristischen Aus- und Weiterbildung zu verankern? Wie können die unterschiedlichen Akteure angesprochen und vernetzt werden, um Nachhaltigkeit im Tourismus in die Berufspraxis zu integrieren?

Im Anschluss an die Präsentation sind alle Teilnehmer herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zum Thema zu beteiligen.

Bitte beachten - neuer Veranstaltungsort: Büroraum von mixxd (Ladenfront), Torellstr. 5, Berlin-Friedrichshain, U/S Warschauer Straße

19. April 2010 - Susy Karammel (Beraterin für nachhaltigen Tourismus):
"Ein prüfender Blick auf Wertschöpfungsketten im Tourismus - Überbewertet oder relevant?"


GATE-Stammtisch Wertschöpfungsketten Im Rahmen der Nachhaltigkeitsdebatte ist das Thema Wertschöpfungskette nun auch bei vielen einschlägigen Tourismusunternehmen angekommen. Über "Green Purchasing" bis hin zu "Glocalising Supply Chains" werden unterschiedliche Begriffe benutzt und in die CSR Kommunikation eingeflochten. Am Beispiel einer jamaikanischen Hotelkette und zusätzlichen Beispielen aus Mauritius, wird das Spektrum Wertschöpfungsketten im Tourismus beleuchtet. Was beinhalten Wertschöpfungsketten im Tourismus? Wo liegen die Potentiale für "Arme", durch Wertschöpfungsketten am Tourismus teilzuhaben? Wo sind Wertschöpfungsketten auf der lokalen Ebene Grenzen gesetzt? Welche Relevanz hat diese Thema mit Blick auf Nachhaltige Entwicklung?

9. März 2010 - Peter Richards (CSR-MAP Project Manager):
"Thailand - Europa: Schritte in Richtung nachhaltige Wertschöpfungsketten im Tourismus"


CSR-MAP National Workshop Thailand Das CSR-MAP - Projekt (The Corporate Social Responsibility and Market Access Partnerships for Thai Sustainable Tourism Supply Chains Project) unterstützt nachhaltige Wertschöpfungsketten, die Partner in Europa und Thailand umfassen; durch Stärkung von Partnerschaften, Anhebung von Mindeststandards und Entwicklung innovativer, nachhaltiger Reiseprogramme für europäische Touristen.

Das Projekt bietet thailändischen Anbietern die Möglichkeit, die Nachfrage nach nachhaltigen Tourismusprodukten und Standards auf dem europäischen Markt besser zu verstehen und entsprechend nachhaltige Tourismusprodukte zu entwickeln und zu vermarkten.

Peter Richards arbeitet für CBT-i / The Thailand Community Based Tourism Institute in Chiang Mai im Norden Thailands in den Bereichen Marketing und Entwicklung. Weitere Informationen zu CBT-I sind unter www.cbt-i.org abrufbar.

16. Februar 2010 - Sabine Minninger (Zuständige für Tourismus und Klimawandel bei EED Tourism Watch):
"Von Hopenhagen zu Floppenhagen - Tourismus in der internationalen Klimapolitik"


Beispiel Malediven - Tourismus und Klimawandel Tourismus ist zum einen Opfer des globalen Klimawandels, zum anderen tragen auch die touristischen Emissionen zur globalen Erwärmung bei. Der Anteil des Tourismus zu den Treibhausgasen beträgt 5-12 % und ist von daher bereits jetzt nicht unerheblich. Gefährlich sind aber vor allem die hohen Wachstumsraten. Innerhalb der internationalen Klimaverhandlungen ist Tourismus kein Verhandlungsgegenstand, dennoch taucht Tourismus im UNFCCC-Prozess zweimal signifikant auf: 1. Bei den Verhandlungen der Flug- und Schiffverkehrsemissionen (bunker emissions), die einen Großteil der touristischen Emissionen ausmachen und bisher in kein verbindliches Regelwerk zur Emissionsreduktion eingebunden sind. 2. Als Ausrede, die bunker emissions keinen Regulierungen zu unterwerfen, da der Tourismus in fast allen ärmsten Ländern der Erde als Entwicklungsmotor gilt und durch diese Klimaschutzmaßnahme empfindlich gestört werden könnte.

Welche Rolle spielt Tourismus in der internationalen Klimapolitik, welche Positionen vertritt die UNWTO? Darf der internationale Tourismus generell als Entwicklungsmotor innerhalb des UNFCCC-Prozesses dargestellt werden? Was bedeutet Klimagerechtigkeit im Tourismus und welche NGOs engagieren sich in diesem Feld? Diese Fragen sollen in der gemeinsamen Diskussion vertieft werden.


26. Januar 2010 - Thomas Frommhold (freiberuflicher Tourismusberater):
"Wohin geht der Touristen-Euro? Vorstellung eines GTZ-Projekts zu den tourismusinduzierten Geldströmen in Montenegro"


Montenegro Der Tourismus ist der wichtigste und zukunftsträchtigste Wirtschaftszweig Montenegros. Der 620.000 Einwohner zählende Staat ist laut WTTC seit Jahren eines der wachstumsstärksten Reiseländer. Die Schwerpunkte der Tourismusentwicklung lassen sich entlang der ca. 250 km langen Adriaküste finden. Die Bucht von Kotor, Budva und Ulcinj sind seit vielen Jahrzehnten Zentren des Badetourismus. Das Hinterland ist in die touristische Wertschöpfung bisher jedoch kaum integriert. Die Aktivitäten der GTZ konzentrieren sich daher auf die Bereiche Destinations- und Produktentwicklung in den nördlichen Bergregionen des seit 2006 unabhängigen Landes, die über ein enormes Potential für den natur- und erlebnisorientierten Tourismus verfügen. Doch wie verteilt sich das durch den Tourismus generierte Einkommen bisher? Welche ökonomischen Effekte rufen verschiedene Unterkunftsarten und -kategorien in den verschiedenen Regionen des Landes hervor? Diesen Fragen geht eine Untersuchung der GTZ nach, die in Kooperation mit mehr als 100 Tourismusbetrieben des Landes durchgeführt wurde.


Dezember 2009 - GATE e.V. wünscht frohe Festtage! Im Dezember haben wir eine kleine Winterpause eingelegt.


17. November 2009 - Judith Kloiber (GATE e.V.):
"Schaffung alternativer Einkommen in entlegenen Bergregionen - Tourismusentwicklungsprojekte in Tadschikistan und Kirgistan"

Zentralasien Die einstige Sowjetrepublik Kirgistan feierte 2001 das "Jahr des Tourismus" und erleichterte ihre Einreisebedingungen für den internationalen Markt. Seither haben zahlreiche internationale Organisationen die Förderung touristischer Angebote und Strukturen in das Portfolio ihrer Entwicklungsprogramme aufgenommen, nicht nur in Kirgistan, sondern auch im benachbarten Tadschikistan. Im Rahmen des Vortrages sollen verschiedene Projekte und deren Ansätze vorgestellt und diskutiert werden. Besonderes Augenmerk soll dabei verschiednen Organisationsstrukturen gewidmet werden, die zur Implementierung der Entwicklungsprogramme sowie zur Vernetzung der touristischen Akteure eingerichtet wurden.


29. September 2009 - Katja Plume (GATE e.V.):
"Klimawandel und Tourismus: das Beispiel Mu Ko Chang in Thailand"

Thailand Thailands Tourismus profitiert in hohem Maße von seinem Klima und den natürlichen Ressourcen, die das Land zu bieten hat: Meer, Strände mit Palmen, tropische Inseln und Korallenriffe. Inwiefern wird der Klimawandel diese Ressourcen und somit den Tourismus in Thailand beeinflussen und wie ist der Wissensstand darum bei den Beschäftigten im Tourismussektor? Vorgestellt wird eine Untersuchung zu diesen Themen, die in der Region Mu Koh Chang im Golf von Thailand durchgeführt wurde.


24. August 2009 - Michael Kleinod:
"Naturschutz durch Naturgenuss - Ökotourismus in Schutzgebiete als Konzept und Praxis am Beispiel des Pu Luong Naturschutzreservates"

Dieser Vortrag untersucht das Konzept "Ökotourismus in Naturschutzgebiete" aus soziologischer Perspektive. Dabei soll die Logik des 'Natur(und Kultur-)schutzes-durch-Natur(und Kultur-)genuss' erläutert werden.
Damit wird weiterhin die kulturelle/historische Bedingtheit und Widersprüchlichkeit dieses Konzeptes aufgezeigt, indem es als Resultat globalisierter (hegemonialer) Diskurse um Entwicklung, Naturschutz und Tourismus unter dem Paradigma der Nachhaltigkeit und damit als Ausdruck gesellschaftlicher Herrschaft verstanden wird.
Wie das widersprüchliche Konzept konkret (lokal) praktisch wirksam wird, illustriert das Beispiel des "Community Based Tourism im Pu Luong Naturschutzreservat" in Nordvietnam. Dabei wird u.a. das Problem des Kulturbegriffs im Nachhaltigkeitsparadigma greifbar sowie die durch Ökotourismus als Konzept und Praxis geschaffene/bestärkte soziale Ungleichheit.
Es geht um drei inhaltliche Schwerpunkte:
a) Die kulturelle Bedingtheit und innere Widersprüchlichkeit des Konzeptes "Ökotourismus" als Konvergenzpunkt der historischen Diskurse um 1. Entwicklung, 2. Naturschutz und 3. Tourismus;
b) Den Einfluss dieser kulturellen Implikationen (z.B. die spezifische Bedeutung von "Natur" oder "Kultur") auf die faktischen Aussagen der Akteure über ihre Praxis;
c) Den kritischen Blick auf lokal realisierte (sozial konstruierte) Ungleichheiten, die (auch) Resultat einer am herrschenden Nachhaltigkeitskonzept "Ökotourismus" orientierten Praxis sind.

Links:
Link CBD (Convention on Biological Diversity)-Querschnittsthema "Tourism and Biodiversity"
Link Homepage Pu Luong Nature Reserve
Link Social Report Pu Luong
Link Ecotourism in Vietnam: Potential and Reality


27. Juli 2009 - Hendrik Wintjen (freiberuflicher Tourismusberater):
"Inclusive Business: Ein neuartiger Ansatz für eine nachhaltige Wirtschaftsweise"

Diskutiert werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich zur Corporate Social Responsibility und Herausforderungen und erste Erfahrungen bei der Umsetzung im Tourismussektor im Kontext der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.


24. Juni 2009 - Annegret Zimmermann (GATE e.V.):
"Schutzgebietsmanagement durch nachhaltige touristische Entwicklung -
Erfahrungen aus der Entwicklungszusammenarbeit in der Dominikanischen Republik"

Die Dominikanische Republik bietet mehr als nur Sonne, Traumstrände und Golfanlagen in All-Inclusive-Anlagen. Jedoch wissen das leider nur Wenige, denn nach wie vor vermarktet sich das Land fast ausschließlich auf dem weltweit "scheinbar" bewährten Sektor, dem Massentourismus. Zum diesmaligen Stammtisch sollen einige jener Bemühungen, Projekte und Entwicklungen jenseits der Tourismuszentren vorgestellt werden, die weg vom Klischee führen und die Dominikanische Republik in einem anderen, vielfältigen und reizvollen Licht erstrahlen lassen.


12. Mai 2009:
Offener Diskussionsabend

An diesem Stammtisch gibt es einmal keinen Vortrag, sondern einen offenen Diskussionsabend zum Tourismus für alle Interessierten. Wir freuen uns auf euch!


14. April 2009 - Sabine Minninger (Dipl.-Geographin):
"Die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus - die Verantwortung der Reisebranche"

Das schnelle Wachstum der Tourismusbranche bringt nicht nur ökonomische Vorteile, sondern ist auch verantwortlich für ein beträchtliches Ausmaß an negativen sozio-kulturellen Auswirkungen. Ein Beispiel dafür, welches vor allem in den letzten Jahren zu einem gravierenden Problem wurde, ist die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus. Der international boomende Tourismus ist zwar nicht Ursache des aufgetretenen Phänomens "Kindersextourismus", erleichtert aber Freiern aus der ganzen Welt den Zugang zu Kindern in ärmeren Ländern, die zur Prostitution gezwungen werden. Somit trägt auch die Tourismusbranche ihre soziale Verantwortung für die Kinderprostitution im Tourismus als Motor einer illegal wachsenden Kindersextourismus-Branche. Die alarmierend steigende Anzahl von Kindern, die jedes Jahr zur Prostitution gezwungen werden, gaben Anlass, dieses Thema zu enttabuisieren und aktiv zu bekämpfen. Die Tourismusbranche, deren Dienstleistungen Kindersextouristen missbrauchen, wurde aufgefordert zu handeln und ihren Kunden gegenüber zum Ausdruck zu bringen, dass sie sich von dieser Art von "Serviceleistung" klar distanzieren. ECPAT - die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz von Kindern gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung hat einen Verhaltenskodex für die Reisebranche entwickelt, der in den letzten Jahren als wirksamstes Instrument zur Umsetzung von Kinderschutzmaßnahmen umgesetzt wird.
In diesem Vortrag soll das weltweite Ausmaß des Problems aufgewiesen werden, die Hintergründe und Ursachen des Problems, wie die Folgen für die Opfer, aber auch was die Reisebranche und jeder einzelne tun kann um dieses Verbrechen zu bekämpfen.


März 2009 - Aufgrund der ITB fiel der Stammtisch in diesem Monat aus.


10. Februar 2009 - Nicole Häusler (mas|contour):
"'We dreamed a dream' – Jetwing Youth Development Project, Sri Lanka"

“Jetwing Hotels” besitzt neun Hotels der gehobenen oder Luxus-Klasse in Sri Lanka und wird von einer einheimischen Familie geführt. Neben einem vorbildlichen Umweltmanagement in allen Hotels hat Jetwing 2007 ein interessantes Ausbildungsprojekt für Jugendliche im kulturellen Dreieck Sigiriya aufgebaut: Jetwing Youth Development Project. Für die neu eröffnete Ecolodge „Vil Uyana“ erhielten zunächst über 100 Jugendliche aus armen Familien in der Region über sechs Monate Englischunterricht und Grundkenntnisse in der Hotelausbildung. 50 junge Erwachsene oder alleinstehende Mütter bestanden die Abschlussprüfung, und fast alle wurden von Vil Uyana als Angestellte übernommen. Nicole Häusler hat im September 2008 eine Kurzzeitforschung bei Jetwing über dieses Projekt durchgeführt und wird die Ergebnisse vorstellen.
Zur Einstimmung wird empfohlen, sich folgenden Film anzuschauen: Link„We dreamed a dream“


Januar 2009 - Frohes neues Jahr! Wir haben eine kleine Winterpause gemacht.


1. Dezember 2008 - Kerstin Horak:
"Massentourismus nachhaltig gestalten: Vision oder Illusion?"

Bereits in der 80er Jahren wurde erkannt, dass der (Massen-)Tourismus für viele negative Effekte, besonders in den Entwicklungsländern, verantwortlich ist und somit seine eigentlichen Chancen nicht nutzt. Die im Rahmen der Rio-Konferenz 1992 definierten Nachhaltigkeitsstrategien wurden auch für den Tourismus übersetzt und fanden schließlich 1999 auf der Konferenz des CSD politische Beachtung.
      Aber die bisherigen Versuche, diese Leitlinien auf den Massenmarkt zu übertragen, scheiterten und es soll der Frage nachgegangen werden, welche Gestaltungsmerkmale Massentourismus aufweisen muss, um nachhaltiger sein zu können und wie man entsprechende Angebote konzipieren kann.


VERSCHOBEN auf den 18. November 2008!
4. November 2008 - Isabelle Schunck (GATE e.V.):
"Die ST-EP-Initiative in Kolumbien (Providencia/Santa Catalina) - Nachhaltiger Tourismus als Instrument zur Armutsbekämpfung bleibt bloß Theorie"

Die ST-EP-Initiative (Sustainable Tourism - Eliminating Poverty) ist ein Programm der Welttourismusorganisation (UNWTO), welches sich Armutsbekämpfung durch Nachhaltigen Tourismus in Entwicklungsländern auf die Flaggen geschrieben hat. Auch in Kolumbien wurde ein Projekt mit dem Ziel einer sozial- und umweltverantwortungsvollen Tourismusentwicklung aufgebaut. Ob die einheimische Bevölkerung sowie die regionale Wirtschaft tatsächlich davon profitieren, bleibt fraglich.
      Es soll diskutiert werden, wie benachteiligte Gemeinden am ehesten vom Tourismus profitieren können, indem Lösungsansätze eines gemeindeorientierten Tourismus aufgezeigt werden. Daneben sollen die Herausforderungen der ST-EP-Initiative als Programm der UNWTO aufgezeigt werden. Kann dieses Programm tatsächlich zur Bekämpfung von Armut in Kolumbien bzw. in Entwicklungsländern an sich beitragen?
      Der Vortrag basiert auf einer Feldstudie in Kolumbien (Providencia/Santa Catalina), die in Zusammenarbeit mit dem EED (Evangelischer Entwicklungsdienst) durchgeführt wurde.
      Mehr unter:
Link www.tourism-watch.de/fix/tw-lit/ST-EP_Aethiopien_TW.pdf
Link www.tourism-watch.de/fix/tw-lit/ST-EP_Kolumbien_TW.pdf
Link www.tourism-watch.de/fix/tw-lit/ST-EP_english%20_TW.pdf
Link www.tourism-watch.de/dt/50dt/50.kolumbien/index.html
Link www.tourism-watch.de/dt/50dt/50.highlights/index.html
Link www.tourism-watch.de/dt/45dt/45.step-initiative/index.html
Link www.tourism-watch.de/dt/43dt/43.initiative/index.html


7. Oktober 2008 - Martin H. Petrich (Reisejournalist):
"Burmesische Farbenlehre, oder: Wem hilft der Tourismus?"

Zwei Farben dominieren die Diskussion über den Zustand Myanmars (Burma): Gold und Rot. Werbeprospekte und Reisekataloge preisen Burma als das "Goldene Land" mit seinen Pagoden, freundlichen Menschen und pittoresken Landschaften. Rot hingegen sehen die Gegner des seit 1962 regierenden Militärregimes, wenn es um die Schilderung der politischen Lage geht. In keinem Land wird die Rolle des Tourismus in einer Diktatur so kontrovers diskutiert wie in Burma.
      Der Referent ist Reisejournalist und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit dem Land. Er ist Koautor eines Burma-Reiseführes und hat diverse Artikel veröffentlicht. Als Diskussionsgrundlage eignet sich sein 2002 erschienener Artikel für "Südostasien Informationen":
Link www.asienhaus.de/public/archiv/burma_tourismus.htm
     Ein weiterer Artikel für die taz findet sich unter
Link www.taz.de/4/reise/asien/birma/artikelseite/1/der-birmesische-patient/


8. September 2008 - Ina Kubitza (GATE e.V.):
"Reisen in die Ferne - Fremde erleben"

Dogonland Dieser Stammtisch widmet sich der Fremde: Welche Sehnsüchte treiben uns möglichst weit weg von zu Hause? Und was sagt das Bild vom "Edlen Wilden" über uns als "Bildträger" aus?








August 2008 - Sommerpause

1. Juli 2008 - Silke Krause (GATE e.V.):
"Reisen in Diktaturen - eine Grundsatzdiskussion"

Im Sport wird einmal mehr aus aktuellem Anlass diskutiert, ob der Boykott der Olympischen Spiele eine angemessene Möglichkeit für ein politisches Statement darstellt oder nicht. Auch für den Tourismus stellt sich stets - und sehr kontrovers - die Frage der "political correctness" in Bezug auf Reisen in Diktaturen und Polizeistaaten, die zumindest nach europäischem Maßstab zweifelhaft sind bezüglich der Durchsetzung der Menschenrechte. Diese sind im Grunde sehr beliebt, bietet ein Polizeistaat für Touristen doch meist auch ein gutes Maß an Sicherheit, und das häufig verbunden mit niedrigen Preisen.
Anstelle eines Vortrages soll bei diesem Stammtisch grundsätzlich diskutiert werden, was Diktaturen für Touristen interessant macht und inwieweit der Tourismus als Wirtschaftsfaktor dazu beitragen kann oder sollte, Einfluss auf die politischen Verhältnisse eines Gastlandes zu nehmen.


3. Juni 2008 - Frederic Schmachtel:
"Migration und Tourismus in Marokko: Der Einfluss von Migranten auf die Tourismusentwicklung"

Migration und Tourismus werden, aufgrund zunächst sehr unterschiedlicher Ausgangspositionen und Beweggründen der Betroffenen, meist als getrennte, sogar entgegengesetzte Phänomene betrachtet. Jedoch werden verschiedene Mobilitätsformen vermehrt auf Parallelen und Wechselwirkungen hin betrachtet. In Debatten um entwicklungspolitische Potenziale von Tourismus werden z.B. teilweise die Auswirkungen von Tourismusentwicklung auf Migrationsbewegungen in Touristengebiete diskutiert. Die unterschiedlichen Bedeutungen bestimmter Orte der Mobilität (Hotels, Flughäfen, Grenzen, etc.) für Migranten und Touristen werden analysiert. Außerdem gesellen sich zum typischen „Birkenstock-Touristen“ zunehmend Formen wie „Work and Travel Tourismus“ (oder „-Migration“?) oder saisonale bzw. Altersmigration in Touristengebiete, die nicht eindeutig einzuordnen sind.
     Eine weitere, wenig diskutierte „Mischform“ sind Migranten, die Tourismus in ihren Herkunftsländern beeinflussen. In Marokko stellten Migranten 2005 2,7 von 6 Millionen internationalen Touristen – was in einem Land, das stark auf Tourismusentwicklung setzt, beachtlich ist. Außerdem bieten Migranten Tourismusangebote in Marokko an, beeinflussen also auch aktiv den Tourismussektor. Das wirft einige Fragen auf: Welche Rolle haben Ferien in Marokko für marokkanische Migranten und ihre Beziehungen zum Herkunftsland? Wie positionieren sie sich im Dreieck zwischen Touristen, Einheimischen und Tourismusdienstleistern? Wie wird ihr Engagement im Tourismussektor gefördert (oder auch nicht)? Mit welchen Mitteln beeinflussen sie Tourismusentwicklung in Marokko?
     Diese Fragen stellen den Kern einer Masterarbeit dar, die aber noch nicht fertiggestellt ist. Vorläufige Ergebnisse aus Recherchen und Interviews sollen während des Stammtischs vorgestellt, aber vor allem diskutiert werden.


6. Mai 2008 - Judith Kloiber:

Dieser Termin ist leider kurzfristig ausgefallen.

"Junge Destinationen konstituieren und nachhaltig gestalten:
Ziele und Vorgehensweisen in der Entwicklungszusammenarbeit beim Aufbau von Tourismus-/Destinationsorganisationen am Beispiel ausgewählter Projekte in Zentralasien (Kirgisien und Tadschikistan)"

Die Bereiche Tourismusmarketing und nachhaltige Destinationsplanung wurden laut einer Publikation der GTZ (2007) in ihrer Bedeutung "für eine erfolgreiche touristische Entwicklung bzw. für die Erreichung entwicklungspolitischer Ziele lange Zeit verkannt oder unterschätzt." Auch sei die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen und Förderung von good governance bisher völlig vernachlässigt worden. Entsprechend wird empfohlen, bei der Festlegung förderungswürdiger Aktivitätenfelder deutlich mehr Priorität diesen Bereichen in Zukunft einzuräumen.
      In Kirgisien und Tadschikistan haben sich in der jüngeren Vergangenheit verschiedene internationale Entwicklungsorganisationen vermehrt diesen Themen zugewandt. So entstanden zunächst touristische Vereine oder Netzwerke auf kommunaler, regionaler, nationaler sowie transnationaler Ebene, welche vor allem aus CBT-Initiativen und Ecotourismusprojekten hervorgingen. Diese repräsentieren zwar einzelne Destinationen (zumeist) als einzige touristische Organisation innerhalb ihrer Region, agieren aber mit nur sehr geringer Unterstützung seitens der staatlichen Behörden.
      Im Sinne einer nachhaltigen Destinationsplanung sollen jedoch die Bemühungen verstärkt werden, neue touristische Strukturen als Teil einer integrierten Regionalplanung zu etablieren. Diesbezüglich sollen potentielle Gestaltungsmöglichkeiten (Ziele, Strukturen, Verantwortlichkeiten und Aufgaben) von Tourismus-/Destinationsorganisationen diskutiert werden, die den Interessen des öffentlichen und privaten Sektors, der Bevölkerung wie auch der nicht-touristischen Organisationen am besten entgegenkommen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie die Rolle einer Entwicklungsorganisation bei der Planung und Umsetzung solcher Vorhaben gestaltet werden kann.


7. April 2008 - Dr. Arnold Groh (Structural Analysis of Cultural Systems, TU Berlin):
"Kulturverträglicher Tourismus in Indigenengebieten"

Mit der im September 2007 angenommenen Indigenous Rights Declaration, die nun eine Ergänzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darstellt, ist auf höchster politischer Ebene die kulturelle und territoriale Autonomie Indigener festgestellt worden. Dies hat weitreichende Konsequenzen für den Tourismus. Es sollen Forschung und anwendungsorientierte Projekte vorgestellt werden, die den Erfordernissen einer Cultural Sustainability Rechnung tragen, und die zugleich neue Perspektiven für den Tourismus eröffnen.


3. März 2008 - Matthias Beyer (mas|contour):
"Armutsbekämpfung in der Inneren Mongolei – Tourismus als letzte Chance!?"

Innere Mongolei Seit Generationen leben die Einwohner der Inneren Mongolei vor allem von der Viehzucht. Ausbleibende Niederschläge sowie eine enorme Zunahme des Viehbestandes in den vergangenen Jahrzehnten haben jedoch dazu geführt, dass die Weideflächen für die Viehzucht immer weniger nutzbar sind. Die Folge ist, dass die Bewohner mittel- bis langfristig nicht mehr von der Viehzucht leben bzw. überleben können. Der Einstieg in den Tourismus wird nun als Lösungsweg angesehen, um die traditionelle Lebensweise und ökonomische Existenz der lokalen Bevölkerung langfristig zu sichern. Ob diese Strategie realistisch ist und wie diese umgesetzt werden kann, soll im Rahmen des Vortrages näher erörtert werden.


5. Februar 2008 - Anja Weber:
"Interessen und Akteure im Tourismus. Das Beispiel des Ethno-Tourismus in Tarabuco/Bolivien"

Schon seit mehreren Jahrzehnten kommen Touristen nach Tarabuco, einem Dorf in den bolivianischen Anden. Der Vortrag basierte auf einer Forschung und einer sich anschließenden Magisterarbeit mit dem Thema „Interessen und Akteure im Tourismus – Das Beispiel des Ethnotourismus in Bolivien“. Dabei sollten die unterschiedlichen Facetten, Akteure und Interessen(-skonflikte) des Tourismus aufgezeigt und diskutiert werden.
Ein interessanter Diskussionsansatz könnte auf den beiden Frage basieren, was (1) gemeindeorientierter Tourismus bedeutet – auch für die jeweils unterschiedlichen Akteure – und (2) welche Faktoren eine Rolle spielen? Hintergrund bildet der sich weltweit immer weiter ausbreitende und wichtiger werdende Wirtschaftszweig Tourismus für ländliche Gemeinden und die Tatsache, dass auch innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit der gemeindeorientierte Tourismus als Projekt-Strategie zur Armutsbekämpfung eine immer größere Aufmerksamkeit zugedacht wird.
Einige Informationen zum Thema bietet folgender Artikel:
Link 30 Jahre Tourismus in Tarabuco/Bolivien - oder erste Erfahrungen einer Feldforschung


Januar 2008 - Frohes neues Jahr! Wir haben eine kleine Winterpause gemacht.


11. Dezember 2007 - Martin H. Petrich:
"Reisejournalismus zwischen Marketing und Hintergrundreportage"

"Reisejournalisten haben es gut. Sie machen Urlaub und werden dafür bezahlt. Zudem widmen sie sich nur den sonnigen Seiten eines Landes und ignorieren dessen Probleme". Diese Meinung ist weit verbreitet. Sind Reisejournalisten gekaufte Vermarkter, die mit der rosaroten Brille durch eine Destination reisen und alles Unangenehme ausblenden? Wo bleibt die kritische Distanz, wenn sie zu einer Pressereise eingeladen werden? Anhand von praktischen Beispielen, u. a. zu Birma (Myanmar) und Sri Lanka, möchte Martin Petrich über den Balance-Akt des Schreibens sprechen. Er hat mehrere Reiseführer für den Dumont Reiseverlag verfasst und schreibt für Tageszeitungen und Magazine.


5. November 2007 - Nicole Häusler:
Bericht über das Joint Venture "Posada Amazonas" in Peru

Die Ökolodge Posada Amazonas im Amazonasgebiet von Peru ist ein Joint Venture zwischen dem peruanischen Reiseveranstalter Rainforest Expeditions und der Gemeinde Infierno, die um die 150 Haushalte zählt. Nach 20 Jahren gemeinsamer Zusammenarbeit soll die Gemeinde das Management der Lodge selbstständig übernehmen. Das Projekt befindet sich nun in seinem elften Jahr. Nicole Häusler hat während ihres Aufenthalts in der Posada im April 2007 eine Situationsanalyse durchgeführt und hat ihre Ergebnisse zur Diskussion gestellt.


9. Oktober 2007 - Leider musste der Stammtisch abgesagt werden.


4. September 2007 - Isabelle Schunck:
"Armutsbekämpfung durch Nachhaltigen Tourismus am Beispiel der ST-EP-Initiative der UNWTO in Äthiopien"

Die Arbeit analysiert zum einen das Programm der ST-EP-Initiative der UNWTO (Welttourismusorganisation) und beschreibt und untersucht zum andern ein konkretes Beispiel, d. h. unter anderem eine Lodge, in Äthiopien. Dabei wurden viele Expertengespräche mit Interessensvertretern des Tourismus in Äthiopien sowie Gespräche mit benachteiligten Menschen in ländlichen Regionen geführt. Die Arbeit gibt im Sinne des sozialverantwortlichen Tourismus schließlich Handlungsempfehlungen an die UNWTO.


Im August haben wir eine kleine Sommerpause eingelegt.


10. Juli 2007 - Carsten Wergin:
"Tourism in the Indian Ocean: A Multisited Approach"

In einer kleinen Runde haben wir auf unserem bereits sechsten Stammtisch über ein potentielles Forschungsthema von Carsten Wergin gesprochen. Er hat vor, eine Forschung über drei verschiedenen Destinationen im Indischen Ozean durchzuführen: Broome (Australien), Sri Lanka und Rodrigues (Mauritius). Diese Destinationen haben gemeinsam, dass für den Tourismus Natur und Kultur wieder entdeckt wird, Traditionen neu dargestellt werden. Ziel der Forschung ist die Frage, inwiefern Debatten zu den Themen Heritage Tourism, Eco Tourism, Sustainable Tourism u.a. Auswirkungen auf die Darstellung und Wahrnehmung von Tradition und Natur vor Ort haben. In einer angeregten Diskussion haben wir uns mit dem Rahmen und Thema generell sowie den verschiedenen Möglichkeiten einer Annäherung auseinander gesetzt.


12. Juni 2007 - Sarah Fischer:
"Workcamps – zwischen Entwicklungshilfe und Massentourismus?"

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben viele Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit genutzt, über eine der verschiedenen europäischen Entsendeorganisationen ein Workcamp in Europa und vor allem Übersee zu besuchen. Sie arbeiten zwei bis vier Wochen mit Teilnehmer/innen aus verschiedenen Ländern in einem gemeinnützigen Projekt zusammen und bekommen dafür freie Unterkunft und Verpflegung.
Workcamps haben viele unterschiedliche Ziele – vor allem wegen der verschiedenen Beteiligten:
Hilfe durch Arbeitskräfte für verschiedene Projekte, Begegnung und kultureller Austausch auf internationaler Ebene, finanzielle Hilfe – auch längerfristig, Prestige, Zugang zum Land, Urlaub und Freizeit, Absetzung vom Massentourismus, preiswerte Art zu reisen, Entwicklungshilfe, ….
Nationale wie auch internationale Workcamps werden in Deutschland vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend finanziell unterstützt und müssen bestimmte Zielsetzungen einhalten. Tourismus darf in keinem Fall auftauchen, da es eine Begegnung sein soll, die nicht Urlaub und Reisen als Ziel hat, sondern einen interkulturellen Dialog. Dies steht jedoch in Widerspruch zur Realität der Teilnehmer/innen.
Wir haben auf dem Stammtisch diskutiert, welche Perspektiven dieser "Volunteer Tourism" hat und welche Ziele mit dem Konzept erreichbar und vertretbar sind. Welche Bedeutung haben Workcamps für den Tourismus?
Zur weiteren Information sind folgende Websites interessant:
Link Center for International Voluntary Service CIVS Kenya
Link Greenway Thailand
Link IJGD Deutschland
Link Workcamps ... peacing the world together


8. Mai 2007 - Silke Krause:
"Auf der Suche nach dem Abenteuer"

Foto vom Stammtisch am 8. Mai 2007 Das Erleben von Abenteuern ist ein häufiger Grund für Reisen in nahe und entlegene Ziele dieser Erde. Doch geht der Trend dahin, auch beim Abenteuer nicht auf einen gewissen Komfort zu verzichten. Was ist dann noch ein Abenteuer? Schließt das "kalkulierte Risiko" ein echtes Abenteuer aus? Oder ist es, wie Boorstin schreibt: "Heutzutage erfordert es mehr Begabung, Vorstellungskraft und Unternehmungsgeist, um Reiserisiken zu fabrizieren, als man früher brauchte, um sie zu vermeiden. Man muss sich beinahe ebenso anstrengen, ein Abenteuer zu finden, wie es zu überleben." Fragen wie diesen sind wir an diesem Abend nachgegangen.
Eine kurze Einführung in das Thema bietet das Kapitel 2.2.2 meiner Magisterarbeit
Download "Mythos Timbuktu. Über Abenteuer und Reisen" (PDF 3,3 MB).


3. April 2007 - Katja Plume:
"Das Beispiel der Akha Experience in Laos - nachhaltige Entwicklung durch Tourismus in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit"

Foto vom Stammtisch am 13. März 2007 Im wie immer gemütlichen Kreis hat uns Katja Plume über das Projekt "The Akha Experience" berichtet, welches Laosbesuchern in drei Tagen einen Einblick in das Leben und Arbeiten der Akha, einer Minderheit in im Norden Laos, geben soll. In einer kritischen Diskussion über Umweltauswirkungen und wirtschaftliche Anreize setzten wir uns mit der Thematik auseinander.
Für weiterführende Informationen können wir die Website der GTZ empfehlen:
Link www.gtz.de/de/themen/uebergreifende-themen/11009.htm
Dort kann man auch die neue Studie herunterladen:
Download "Tourismus als Handlungsfeld der deutschen Entwicklungszusammenarbeit" (PDF 2,4 MB).


13. März 2007 - Ute Weber:
"Sozialer Raum im Tourismus"

Foto vom Stammtisch am 13. März 2007 Am 13. März (auf Grund der ITB erst am zweiten Dienstag im Monat) fand der zweite Stammtisch von GATE statt. Es handelte sich diesmal um das Thema "Sozialer Raum im Tourismus", an welches uns Ute Weber an Hand ihrer Forschung in einer vietnamesischen Tauchschule heran geführt hat.
Touristische Reisen beinhalten das Aufeinandertreffen von Mitgliedern unterschiedlicher Gesellschaften und Kulturen an einem Ort. Aus der Interaktion dieser Menschen entsteht ein sozialer Raum, der sich stark von dem der lokalen Bevölkerung unterscheidet. Häufig handelt es sich bei diesen Interaktionen um rein kommerzielle Begegnungen, ohne dass ein persönlicher Austausch stattfindet. Anhand der Forschungserlebnisse in einer touristisch geprägten Stadt im Süden Vietnams berichtete Ute Weber von einem sozialen Raum, in dem sich Touristen und Einheimische auf Augenhöhe begegnen.
Im diesmal kleineren Rahmen wurde über das Thema diskutiert und Ideen ausgetauscht. Wie erleben Touristen den Kontakt zu Einheimischen und welches sind die Ziele der Einheimischen, mit Reisenden in Kontakt zu treten? Wird der soziale Raum im Tourismus speziell für Touristen konstruiert oder ist er letztlich auf der ganzen Welt ähnlich und wird lediglich mit etwas "Lokalkolorit" verziert? Fragen wie diesen gingen wir auf dem zweiten Stammtisch von GATE nach.
Sechs Interessenten von GATE und dem Institut für Ethnologie in Berlin waren anwesend. Der Stammtisch im März bot daher eine schöne Möglichkeit zur ethnologischen Diskussion.
Einen Überblick über die Tourismus-Entwicklung Vietnams gibt folgender Text:
Waibel, Michael (2004): 'Vietnam – A Tourism Tiger?’ Ausgewählte Aspekte der jüngeren touristischen Entwicklung Vietnams
Linkwww.michael-waibel.de/ZELTFORUM2-Waibel.pdf


6. Februar 2007 - "Developing Tourism in the Land of Ugra, Western Siberia"
Foto vom Stammtisch am 6. Februar 2007 Zum ersten Stammtisch von GATE am 06. Februar 2007 kamen 21 Personen - weit mehr, als wir erwartet haben. In der gemütlichen Atmosphäre des Gaslight Poetry Cafés in Berlin-Friedrichshain haben unsere Gäste aus Sibirien ihre Projekte vorgestellt. Reisende lernen dort das traditionelle Leben der BewohnerInnen kennen und machen die Erfahrung, in der Natur von der Natur zu leben. In einer lebendigen Diskussion wurden weitere Projektmöglichkeiten und Ziele besprochen.
Die TeilnehmerInnen kamen aus unterschiedlichen Bereichen: Neben unseren Gästen Mitglieder von Janun e.V., VertreterInnen der GfbV (Gesellschaft für bedrohte Völker) und von INFOE (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie), Studierende unterschiedlicher Fachbereiche der FH Eberswalde, eine Reiseveranstalterin und einige mehr. Somit bot der Stammtisch neben interessanten Gesprächen auch über den eigentlichen Vortrag hinaus eine wunderbare Gelegenheit der interdisziplinären Vernetzung.
Link www.etnic.ru/travels/
Link www.flickr.com/photos/ugra/
Link www.janun-hannover.de