GATE-Themenabend 20.11.2018: Die Radbahn unter der U1-Hochbahn

Liebe Tourismusinteressierte, liebe Freunde und Freundinnen der GATE-Themenabende,

 

Wir laden Sie und euch ganz herzlich zu unserem vorletzten Themenabend für 2018 ein. Es ist uns eine sehr große Freude für diese Veranstaltung Matthias Heskamp von paper planes e.V. zur Radbahn Berlin ankündigen zu dürfen. Er wird uns in dieses zukunftsweisende Projekt einführen, uns von dessen Bedeutung für Berlin und seine Radfahrer*innen, das Klima und nicht zuletzt den Tourismus berichten und mögliche Perspektiven aufzeigen. Wir freuen uns auf viele Gäste und eine inspirierende Diskussion.

 

Dienstag, den 20. November 2018 um 19:00

Die Radbahn unter der U1-Hochbahn – ein Spielfeld für zeitgemäße Mobilität, Innovation und Freizeitangebote.

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Die Radbahn verläuft mitten durch eine wachsende Metropole, die sich in ständigem Umbruch befindet. So ist es logisch, dass sich etliche stadträumliche Qualitäten links und rechts der Strecke finden lassen: Orte des täglichen Chaos und Orte der Ruhe und Entschleunigung, Orte der räumlichen Enge und solche, die großzügig angelegt sind, Orte aus Beton oder idyllische Stadtnatur.

Mit dem Radbahn-Konzept nehmen wir diese Qualitäten auf und übertragen sie auf die Zukunft. In sieben Abschnitten zeigen und formulieren wir, was wir für unsere Stadt und ihre Bewohner*innen als wünschenswert erachten.

Es ist eine Vision, von der wir glauben, dass sie mithelfen kann, eine positive Entwicklung von Stadträumen und Mobilität zu fördern und es vermag, ein Zeichen zu setzen.

Matthias Heskamp, Architekt; paper planes e.V. / Team Radbahn Berlin; www.paper-planes.net und www.radbahn.berlin.

 

Wann:  19:00

Wo (Achtung, anderer Ort!):     Kreuzberger Weltlaterne (www.kreuzberger-weltlaterne.com)

Kohlfurter Straße 37, 10999 Berlin [Kottbusser Tor (U1 und U8)]

 

Um Weiterleitung an Interessierte sowie Anmeldung bei zimmermann@gate-tourismus.dewird ausdrücklich gebeten. Wie immer freuen wir uns Sie und euch.

 

Bis dahin herzliche Grüße,
Annegret Zimmermann und das gesamte GATE-Team

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Bericht GATE-Themenabend 16.10.2018

Für den Erfolg des Produkts zählen in der Gestaltung von (Fern)-Reisen die verschiedensten Dinge: ein gutes Programm, die richtige Länge, ein angemessener Preis uvm. Dass letztlich das Gelingen der Reise und das Erlebnis der Gäste/Reisenden aber hauptsächlich vom Reiseleiter abhängt, war lange nicht im Fokus der Reiseveranstalter. Ein Reiseverlauf kann auf dem Papier perfekt wirken und geplant sein, wenn der Reiseleiter aber keine Erfahrungen in der Führung von Gruppen anderer Kulturkreise hat, keine interkulturellen Schulungen durchlaufen hat und keine Chance hat, sich auf den Hintergrund und die Erwartungen der Reisenden einzustellen, dann sind die Chancen der Begegnungen auf Augenhöhe, des beidseitigen Lernens und des interkulturellen Austauschs, die das Reisen bietet, schnell vertan.

Dr. Gökhan Tuncer hat, gemeinsam mit dem Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung, mittlerweile in rund 60 Reiseleiter-Trainings in Entwicklungsländern weltweit Guides darauf vorbereitet für (deutsche) Touristen nicht nur Navigator im fremden Land, sondern auch Psychologe, Vermittler und Entertainer mit kultureller Kompetenz und Hintergrundwissen zu sein. Wichtigstes Learning dabei: Die Selbst-Wahrnehmung der Guides ist meist eine und dieselbe, sie sehen sich als Botschafter ihres Landes. Doch was macht ein Botschafter? Nur über die schönen Seiten sprechen und diese Stolz zeigen; die Schattenseiten, kritische Themen und ähnliches werden lieber gekonnt umgangen. Doch genau das ist es, was viele (deutsche) Reisende wollen; sie wollen das echte Land kennen lernen, über Politik sprechen, etwas über die Rolle der Frau wissen etc. Da die Reiseleiter-Ausbildungen aber vielerorts eine rein frontale Ausbildung ist, in der praktische Erfahrungen viel zu kurz kommen, sind die Guides auf Situationen, in denen es zu solchen Themen kommt, meist nicht vorbereitet und wissen diese nicht zu handlen.

Die Trainings des Arbeitskreises/Dr. Tuncers zielen daher darauf ab, die Guides zu Brückenbauern zu machen, sie fit zu machen um zu erklären, zu verbinden, Verständnis herzustellen und vor allem: Lerneffekte während der Reise zu erzielen. Auf beiden Seiten.

In den letzten Jahren ist auch das Thema Nachhaltigkeit in den Trainings immer wichtiger geworden. Denn: Viele europäische Reiseveranstalter bewerben ihren nachhaltigen Ansatz, das papierlose Büro oder stromsparendes Arbeiten. Wenn die Gäste dann am Reiseziel ankommen herrscht Unverständnis z.B. bei ständig laufendem Motor des Reisebusses. In den bereisten Ländern herrscht in diesem Thema oftmals hingegen der Gedanke vor, dass ein durchgehend klimatisierter Bus den Reisenden wichtig ist. Dass die Reisenden die sich bewusst für einen nachhaltig agierenden Veranstalter entschieden haben, einen viel größeren Wert auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen legen, muss hier erst vermittelt werden. Auch ganz generell etwas zu dem Thema erzählen zu können, müssen viele Guides erst erlernen.

Somit sind intensive Qualifizierungen, die über die Produktschulung des Veranstalters weit hinaus gehen, für Reiseleiter in den Entwicklungsländern überaus wichtig. Hier spielen die Veranstalter selbst eine große Rolle, da viele noch weitaus mehr Bewusstsein dafür entwickeln und Initiative in diese Richtung zeigen sollten, um die Qualifizierung der Guides und somit nicht nur eine nachhaltige und gelungene Reise, sondern vor allem einen Brückenschlag zwischen den Kulturen zu ermöglichen.

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Bericht GATE-Themenabend 04.09.2018

Das DSFT bietet zwei Zertifizierungen für touristische Leistungsträger an, die zwar beide Qualitätsinitiativen sind, deren Ziele aber trotzdem ganz unterschiedliche sind.

Bei dem Zertifizierungssystem „Reisen für alle“, werden touristische Betriebe auf Barrierefreiheit geprüft, und auf dem Portal www.reisen-fuer-alle.de geführt, um Menschen mit Behinderungen für ihre Reiseplanung eine einheitliche und zuverlässige Quelle zu bieten.

In Deutschland leben etwa 7,6 Millionen Menschen mit einer schweren Behinderung. Zwar wurde bei Menschen mit Behinderung eine geringere Reiseintensität festgestellt, das hängt aber sicherlich auch mit dem mangelnden Angebot und unzureichender Information zur Barrierefreiheit zusammen. Auch wenn es mittlerweile häufig barrierearme Angebote gibt, ist doch auch die Definition der Barrieren eine große Herausforderung. Dass es sich nicht nur um den möglichen Zugang mit einem Rollstuhl handelt, sondern z.B. auch Menschen mit Sehbehinderung auf Reisen auf große Barrieren stoßen, wird oft nicht mit bedacht.

Um dieses Loch zu schließen, wurde über 4 Jahre hinweg an den Kriterien für „Reisen für alle“ für sieben verschiedene Anspruchsgruppen gearbeitet.

Entstanden sind Kriterien für die folgenden Anspruchsgruppen:

  • Menschen mit Gehbehinderung
  • Rollstuhlfahrer
  • Menschen mit Hörbehinderung
  • Gehörlose Menschen
  • Menschen mit Sehbehinderung
  • Blinde Menschen
  • Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen

Mittlerweile sind rund 2150 Betriebe, zumeist Beherbergungsbetriebe zertifiziert und auf der Plattform zu finden. Das bedeutet bereits eine wichtige Hilfestellung für Menschen mit Behinderung. Wichtig wäre für diese allerdings, Angebote über über die gesamte Servicekette hinweg zu finden, also z.B. auch zu An- und Abreise, Unternehmungen etc.

Um das Zertifikat noch bekannter zu machen, und touristischen Dienstleistern einen Mehrwert durch die Zertifizierung zu bieten, würde „Reisen für alle“ gerne noch verstärkt ins B2C-Marketing gehen. So wäre das Ziel, wesentlich mehr Betriebe für eine Zertifizierung zu gewinnen und auch größere Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren. Zu hoffen ist, dass immer mehr Betriebe die Wichtigkeit von Barrierefreiheit erkennen und auch schon im Bau neuer Einrichtungen entsprechende Kriterien mitgedacht werden.

 

Das Zertifikat „Servicequalität Deutschland“ beschäftigt sich hingegen nicht mit der Ausstattung von touristischen Betrieben, sondern mit den soft skills – der Servicequalität. Begründet auf einer Schweizer Initiative will das Deutsche Programm Impulse für ein Verbesserungsmanagement in den Betrieben setzen und bietet dazu praktische tools wie Online-Werkzeugkästen, Ideenpools, Austauschmöglichkeiten und qualifiziertes Feedback. Das Q-Coach-Seminar ist das zentrale tool der Initiative und schult auf Qualitätsmanagement.

Das Zertifikat ist in 3 Stufen erhältlich, wobei erst die dritte Stufe mit einem vor-Ort Audit verbunden ist, und die ersten Stufen eine Selbstverpflichtung sind.

Auch hier haben sich bisher vorrangig Beherbergungsbetriebe zertifizieren lassen. Zwar sind mit rund 3000 zertifizierten Betrieben nur 1% aller deutschen touristischen Leistungsträger dabei, allerdings zeigt sich im Vergleich zu nicht zertifizierten ein höherer TrustYou-Score. So wird deutlich, dass die Teilnahme an der Initiative das Erlebnis der Gäste verbessert.

Um eine belastbare Anzahl der touristischen Betriebe Deutschlands für das Siegel zu interessieren, wäre auch hier ein stärkeres Marketing sicherlich sinnvoll, so dass das Siegel für die ausgezeichneten Unternehmen einen Verkaufsvorteil bedeuten kann. Diese Aufgabe bedeutet allerdings eine große Herausforderung für die Koordinierungsstellen. Wünschenswert wäre allerdings, dass Initiativen zur besseren Servicequalität künftig gar nicht mehr nötig wären, sondern sich ein guter Standard durchsetzt.

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GATE-Themenabend 04.09.2018: Qualitätsinitiativen im Tourismus

Liebe Tourismusinteressierte, liebe Freunde und Freundinnen der GATE-Themenabende,

 

Die Sommerpause ist vorbei und wir hoffen Sie hatten einen wunderbaren Sommer. Wir laden im September wieder herzlich zu einem Themenabend ein. Wir freuen uns sehr, für diesen Abend Christine Garbe vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) gewonnen zu haben. Diskutieren Sie mit uns dieses spannende Thema!

 

Dienstag, den 04. September 2018 um 19:00

Qualitätsinitiativen im Tourismus: “Reisen für Alle” und “ServiceQualität Deutschland”

DSFT

Das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. ist die Zertifizierungsstelle für die bundesweit einheitliche Kennzeichnung von barrierefreien Angeboten im Tourismus nach dem System “Reisen für Alle”. Ziel ist die Entwicklung barrierefreier Angebote entlang der touristischen Servicekette, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Freizeit und Urlaub zu ermöglichen. Außerdem ist das DSFT Koordinierungsstelle für die bundesweite Qualitätsinitiative “ServiceQualität Deutschland” für die Städte Berlin und Hamburg. Ziel ist, die Kundenorientierung touristischer Unternehmen zu stärken und kontinuierliche Verbesserungsprozesse anzustoßen.

 

Christine Garbe wird die beiden Zertifizierungssysteme vorstellen und die Notwendigkeiten, Erfolge und Herausforderungen von Qualitätsinitiativen im Tourismus einschätzen und gern Ihre Fragen gemeinsam mit euch/Ihnen diskutieren.

 

Frau Garbe arbeitet seit 2013 für das DSFT und ist dort für die Seminarorganisation, die Unternehmenskommunikation, ServiceQualität Deutschland sowie internationale Projekte tätig.

 

Wann:  19:00

Wo:       Café Hundertwasser (Obergeschoss), Simon-Dach-Straße 39, 10245 Berlin, Friedrichshain,       (U5 Samariterstraße, U/S Warschauer Straße, Tram 10 Grünberger Straße oder Bus 240         Boxhagener Platz).

 

Um Weiterleitung an Interessierte sowie eine kurze Anmeldung bei zimmermann@gate-tourismus.dewird ausdrücklich gebeten.

Wie immer freuen wir uns auf eine rege Diskussion!

 

Bis dahin herzliche Grüße,

Annegret Zimmermann und das gesamte GATE-Team

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Bericht GATE-Themenabend 03.07.2018

Die Region Cusco in Perus Süd-Osten ist mit dem Heiligen Tal, der Inka-Stätte Machu Picchu und der beeindruckenden Stadt Cusco selbst ein echter Touristenmagnet. Die Stadt empfängt jährlich rund 3 Millionen Touristen – bei rund 400.000 Einwohnern. Damit die lokale Bevölkerung von diesem Tourismus im großen Stil auch profitiert, gibt es mittlerweile Organisationen, die sich einem nachhaltigen Tourismus-Modell widmen. CBCtupay ist die Tourismus-Agentur des Centro Bartolomé de las Casas, eines Kulturzentrums in Cusco, das sich für die Verknüpfung zwischen Kulturen, Fachgebieten und Welten einsetzt und sich für die Einforderung indigener Rechte und den Erhalt indigener Kulturen stark macht. CBCtupay hat sich als TourCert-zertifizierte Agentur dem verantwortungsvollen Tourismus verschrieben, der sowohl den respektvollen Umgang mit der Umwelt und den soziokulturellen Aspekt, als auch den ökonomischen Nutzen für die lokale Bevölkerung in den Fokus stellen. Mit Tour-Angeboten, die sowohl die klassischen Ausflüge wie Machu Picchu, als auch homestays und volunteering in lokalen Gemeinden umfassen, versucht die Agentur einen nachhaltigen Tourismus in der Region zu fördern. Auch Reiseangebote in andere Regionen Perus gehören zum Angebot, der Fokus liegt jedoch auf der südlichen Region Perus und eben insbesondere auf der Region Cusco.

Um einen Gemeindebasierten Tourismus zu fördern, veranstalten die Mitarbeiter auch Workshops in lokalen Gemeinden. Die Gemeinden erarbeiten so gemeinsam mit der Agentur ein sinnvolles touristisches Angebot, das dann in das Touren-Sortiment der Agentur mit aufgenommen werden kann. So wurde z.B. in dem Örtchen Camahuara eine Reihe von partizipativen, ganztägigen Workshops angeboten, in denen ein Konzept erarbeitet wurde, welche Aktivitäten und Unterbringungen man Touristen anbieten könnte. Ausflüge nach Camahuara wurden dann in das Angebot mit aufgenommen. Wichtig ist hier, dass weiteres Monitoring erfolgt, so dass alle Seiten von der Zusammenarbeit langfristig profitieren.

Es gibt auch andere Beispiele in der Region, wie z.B. in dem Ort Huasao, in dem das Naturgebiet „Humedal“, das eine diverse Flora und Fauna beherbergt, kürzlich von einem Investor zu einer Touristen-Attraktion ausgebaut wurde, anscheinend ohne dabei auf den nachhaltigen Nutzen und vor allem den Erhalt der eigentlichen Attraktion, der Flora und Fauna, zu achten. Ganz im Gegenteil wurden übergroße Figuren aus Kino-Filmen platziert, um Touristenströme anzulocken, die sich ein Foto mit den bekannten Charakteren sichern wollen. Hier scheint weder die lokale Gemeinschaft mit in den Entscheidungsprozess mit einbezogen worden zu sein, noch wird diese, wie es scheint, von dem Tourismus profitieren. Zu befürchten ist natürlich auch, dass die Vögel im Gebiet mit steigenden Touristenzahlen weniger werden. Wie kann man solche Entwicklungen aber verhindern oder positiv beeinflussen? Ein wichtiger Ansatz ist sicher die Bildung. Nachhaltige Entwicklung in die Schulbildung mit aufzunehmen und die Bevölkerung dabei zu unterstützen, ihre Stimme zu erheben, wenn es um die touristische Nutzung ihrer Heimat geht, würde sicherlich einen wichtigen Unterschied machen.

Eine Idee kann sicher sein, Bildungsprojekte wie das von Annett Hofmann, die mit den Kindern des Ortes am Erhalt der sprachlichen und kulturellen Diversität (Spanisch-Quechua) arbeitet, mit einer Sensibilisierung für nachhaltige Entwicklung zu verbinden.

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GATE-Themenabend 03.07.2018: Nachhaltiger Tourismus in der Cusco-Region (Peru)

Liebe Tourismusinteressierte, liebe Freunde und Freundinnen der GATE-Themenabende,

Am letzten Themenabend vor unserer Sommerpause laden wir Sie/euch herzlich zu einem spannenden Themenabend über nachhaltigen Tourismus in der Cusco-Region ein. Wir freuen uns sehr die Sozial- und Kulturanthropologin Annett Hofmann gewonnen zu haben.

Dienstag, den 3. Juli 2018 um 19:00

Nachhaltiger Tourismus in der Cusco-Region (Peru) im Kontext von NGO-Arbeit

Landwirtschaft als Teil von CBT (2)
Foto: Annett Hofmann, Landwirtschaft als Teil von nachhaltigem Tourismus

Cusco gilt als Welthauptstadt des Tourismus. Die einstige Inka-Hauptstadt bildet ein kulturelles Zentrum der Amerikas und bietet als größte peruanische Stadt im Andengebirge zahlreiche Attraktionen.

Wie kann Nachhaltiger Tourismus in und um Cusco aussehen? Am Beispiel der Agentur CBCtupay erkunden wir Angebote des nachhaltigen Tourismus in der genannten Region. CBCtupay arbeitet eng mit der sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitution und NGO Centro Bartolomé de Las Casas (CBC) zusammen. Auf welche Weise kann nachhaltiger Tourismus zu den Zielen des CBC, wie der Stärkung und Weitergabe lokalen Wissens, beitragen? Wie verhält sich die Umsetzung von Angeboten des nachhaltigen Tourismus zur kulturellen und sprachlichen Diversität, wie beispielsweise dem Erhalt der Quechua-Sprache?

Frau Hofmann stellt neben dem Konzept von CBCtupay eigene Ansätze zur Gestaltung eines nachhaltigen ländlichen Tourismus vor. Dabei wird unter anderem Videomaterial aus der Cusco-Region präsentiert. Sie studierte Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin und koordiniert die NGO-Initiative Kapuli.

 

In Kooperation mit Kapuli (www.kapuli.wordpress.com)

Kapuli

 Wann:  19:00

Wo:       Café Hundertwasser (Obergeschoss), Simon-Dach-Straße 39, 10245 Berlin, Friedrichshain,       (U5 Samariterstraße, U/S Warschauer Straße, Tram 10 Grünberger Straße oder Bus 240         Boxhagener Platz).

 

Um Weiterleitung an Interessierte sowie eine kurze Anmeldung bei zimmermann@gate-tourismus.dewird ausdrücklich gebeten.

Wie immer freuen wir uns auf eine rege Diskussion!

 

Bis dahin herzliche Grüße,

Annegret Zimmermann und das gesamte GATE-Team

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GATE-Exkursion 15.05.2018: Im alten und neuen Schöneberg

Liebe Tourismus-Interessierte, liebe Freunde und Freundinnen der GATE-Exkursionen,

im Mai begeben wir uns wieder auf Exkursion durch Berlin. Jens Heimendahl, GATE-Mitglied, nimmt uns mit auf eine Stadtentdeckungsreise durch „seinen“ Kiez in dem er schon seit 7 Jahren wohnt und sich wohlfühlt. Der Kiez erscheint mal dörflich, mal bunt, mal laut, mal dreckig, mal schick und mal weltstädtisch.

Zu dieser Exkursion laden wir herzlich ein und freuen uns auf einen inspirierenden Spaziergang.

Dienstag, den 15. Mai 2018

Kiez-Tour: „Im alten und neuen Schöneberg – ein schillernder Kiez, der alles bietet“

Vom Urban Nation Museum für Urban Contemporary Art geht es durch den Schöneberger Kiez in die Potsdamer Straße, der belebtesten Straße der Gegend. Im Heinrich-von-Kleist-Park tauchen wir ein in die klassische Historie Berlins, um uns dann vor der Plakette zu Ehren David Bowies zu verneigen. Im Varadero in der Vorbergstraße gibt es Gelegenheit, einen kubanischen Cocktail zu genießen. Weiter geht es durch die Speisemeile des Kiezes, die Goltzstraße bis zum Winterfeldplatz. In der angrenzenden Maaßenstraße können wir Sinn und Unsinn der ersten Berliner Begegnungszone diskutieren, bevor wir noch einen Schlenker durch Berlins bekanntestes und größtes Schwulenviertel machen.

Jens Heimendahl für CrossBorder-Travels: www.cbtravels.de sowie Stadtführungen Berlin: www.kiez-touren.de

 

Wann:                                von 18.00 Uhr bis ca. 20.30

Treffpunkt:                     am Urban Nation Museum for Urban Contemporary Art (Street-Art-Museum) in der Bülowstraße 7 (2 Minuten vom U-Bahnhof) um 18.00 Uhr

An- und Abreise:          U-Bahnhof Nollendorfplatz (Berlins einziger Bahnhof mit 4 U-Bahnlinien U1, U2, U3, U4)
Empfehlung: das Museum vor der Tour besuchen – es schließt um 18.00 Uhr, Eintritt frei

https://urban-nation.com/

Um eine kleine Spende am Ende der Tour wird gebeten.

 

Gern können Sie die Einladung an Interessierte weiterleiten. Wir bitten um eine kurze Anmeldung bei Jens Heimendahl, 0176 – 57855869 oder mail@kiez-touren.de.

 

Wir freuen uns auf euer Kommen!

 

Bis dahin herzliche Grüße,

Annegret Zimmermann und das gesamte GATE-Team

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GATE-Themenabend 24.04.2018: Nachhaltige Tourismusentwicklung in Malawi

Liebe Tourismusinteressierte, liebe Freunde und Freundinnen der GATE-Themenabende,

Im April laden wir Sie/euch wieder herzlich zu einem Themenabend ein. Wir freuen uns sehr Matthias Beyer, Geschäftsführer von mascontour und langjähriges Mitglied von GATE, für einen Einblick in die Tourismusentwicklung Malawis, gewonnen zu haben. Diskutieren Sie mit uns dieses spannende Thema.

Dienstag, den 24. April 2018 um 19:00 Uhr

Nachhaltige Tourismusentwicklung in Malawi – Entwicklungspolitische Tourismusberatung zwischen Faszination und Frust

 

Malawisee

Foto: Matthias Beyer, Malawisee

Malawi wird seit vielen Jahrzehnten intensiv von der Entwicklungs-zusammenarbeit unterstützt, nicht zuletzt, da das Land zu einem der ärmsten Staaten der Welt gehört.

 

Touristisch ist es bisher vergleichsweise wenig entwickelt und spielt als Tourismusdestination international nur eine untergeordnete Rolle. In jüngster Zeit gerät der Tourismussektor aber immer stärker ins Blickfeld entwicklungspolitischer Bemühungen, da man ihm großes Potenzial als Instrument zur Armutsminderung, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und damit zur allgemeinen Stärkung der Wirtschaftsentwicklung des Landes zuschreibt.

 

Matthias Beyer – Geschäftsführer der mascontour GmbH – arbeitet seit 16 Jahren als Tourismusberater in Entwicklungsländern. Er wird am Beispiel Malawis einen persönlichen Einblick in die Rahmenbedingungen und Praxis der entwicklungspolitischen Tourismusberatung geben und aufzeigen, wie die Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung einer nachhaltigen Tourismus-entwicklung beitragen kann und wo deren Grenzen sind.

 

Kontakte von Matthias Beyer: beyer@mascontour.info bzw. die

Internetseite von mascontour: www.mascontour.info

 

Wann:
19:00

Wo:
Café Hundertwasser (Obergeschoss), Simon-Dach-Straße 39, 10245 Berlin, Friedrichshain, (U5 Samariterstraße, U/S Warschauer Straße, Tram 10 Grünberger Straße oder Bus 240, Boxhagener Platz).

 

Um Weiterleitung an Interessierte sowie eine kurze Anmeldung bei zimmermann@gate-tourismus.dewird ausdrücklich gebeten.

Wie immer freuen wir uns auf eine rege Diskussion!

 

Bis dahin herzliche Grüße,

Annegret Zimmermann und das gesamte GATE-Team

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Bericht GATE-Themenabend 27.02.2018

Der Tourismus in Berlin hat bereits einige Jahre des Booms hinter sich. Nach Jahren des starken Wachstums war der Zuwachs in 2017 da erste Mal geringer. Trotzdem ist es noch ein Zuwachs und auch auch in Berlin bringt die stetige Zunahme der Touristenankünfte nicht nur positive Effekte mit sich. Städte wie Barcelona, Dubrovnik und Amsterdam mussten schmerzlich erfahren, welche Auswirkungen ein Tourismus-Boom ohne das nötige Management und die Akzeptanzerhaltung bei den Anwohnern/Einheimischen haben kann; das Wort “Overtourism” scheint in diesen Zeiten in aller Munde. So sind auch in Berlin schon öfter erste Anzeichen einer punktuell aufkommenden Antihaltung gegen Touristen zu spüren gewesen. Um mit den Bewohnern in Austausch zu treten, die Stimmung der Bevölkerung abzufangen und einem möglichen Aufflammen einer „Tourist go Home“-Bewegung entgegen zusteuern, hat visitBerlin, die offizielle Tourismus-Marketing-Instanz Berlins, die sich eigentlich mit der Bewerbung der Destination beschäftigt, sich auch dem Thema der Akzeptanzerhaltung im Tourismus angenommen.

Mit einer jährlichen großangelegten, telefonischen Bevölkerungsumfrage wird die Stimmung der Berliner gegenüber der Touristen abgefragt. Das schöne: auch im vergangenen Jahr antworteten 82% der 3000 Befragten, dass sie sich vom Tourismus in Berlin nicht gestört fühlen. Klar ist aber auch, dass in Berlin bestimmte Gegenden/Bezirke stärker vom Tourismus „betroffen“ sind als andere. So werden z.B. besonders die Bewohner der bei Party-Touristen beliebten Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg von auch werktags/nachts feiernden Touristengruppen um den Schlaf gebracht;  dass dies z.B. in Pankow oder Schöneberg kein zentrales Thema ist, liegt auf der Hand. Doch auch andere Auswirkungen des Tourismus stoßen einigen Berlinern sauer auf,wie z.B. überfüllte Wochenmärkte, Wohnungsmangel durch Ferienvermietungen oder überfüllter öffentlicher Nahverkehr.

Um mit den Berlinern über die telefonische Befragung hinaus in Dialog zu treten, zu hören, was die Bewohner wirklich stört oder welche kritischen Bereiche sie im Zusammehang mit dem Tourismus in Berlin sehen und über den Austausch eventuell sogar herauszufinden, dass gar nicht unbedingt die Touristen das „Problem“ sind, sondern eben z.B. auch viele Berliner nachts aus den anderen Bezirken nach Friedrichshain und Kreuzberg pilgern, hat visitBerlin mit dem Initiative HIER IN BERLIN auch Projekte wie die Ideen-Werkstätten ins Leben gerufen. In diesen Workshops handelt, wurde mit Bewohnern an Ideen und konkreten Maßnahmen zur Erhaltung der Tourismusakzeptanz in Berlin gearbeitet. Einen weiteren wichtigen Pfeiler der Initiative bildet die Website du-hier-in.berlin, auf der Ergebnisse aus den Dialogen nachzulesen sind und Berliner auch die Möglichkeit haben, ihre Meinung loszuwerden. Außerdem sind hier auch die Zitate der Gespräche zu finden, die während der Kiez-Touren geführt wurden, des Herzstücks von HIER IN BERLIN. Auf Kiez-Tour ist eine Truppe von (visit)Berlinern in den Monaten April bis Oktober mit einem Lastenrad auf Wochenmärkten in ganz Berlin unterwegs und tritt in Dialog mit den Berlinern. Nicht nur haben die Berliner so die Möglichkeit, ihre Sorgen, Wünsche und Meinungen loszuwerden, auch haben die visitBerliner so eine Art Fühwarnsystem entwickelt: sollten sie an einem der rund 15 Standorte in 5 Bezirken eine deutlich kritische Stimmung wahrnehmen, haben sie die Möglichkeit, dies an die Politik weiterzuspielen, damit diese gegebenenfalls rechtzeitige entsprechend Maßnahmen ergreifen kann.

Auffällig ist, dass Friedrichshain-Kreuzberg unter den 5 Bezirken, die von der Kiez-Tour bisher aufgesucht wurden, nicht zu finden ist. Da die Lage in diesem Bezirk bereits recht kritisch ist, ist es fraglich, ob hier eine reine Stimmungsabfrage noch eine angemessene Maßnhame ist. Trotzdem wäre es sicherlich wichtig, den Anwohnern zumindest die Chance zu geben, in den Dialog zu treten, damit diese sich mit ihren Problemen nicht allein gelassen und ungehört fühlen.

visitBerlin versucht die Situation aber auch in der Ansprache der Touristen zu beeinflussen, in dem bei der Lenkung der Touristen bewusst darauf geachtet wird, zu entzeren, die Touristen auch in Außenbezirke zu locken und bereits überlaufene Punkte, wie z.B. den Mauerpark gar nicht mehr zu bewerben.

Klar ist aber, dass bei vielen Themen die Berliner Politik bzw. die Bezirksämter gefragt sind, sei es in Bezug auf eine mäßigere Vergabe von Bar-Konzessionen, einer regelmäßigeren Reinigung der öffentlichen Plätze oder bei einer passenderen Infrastrukturplanung, wie z.B. von weiteren öffentlichen Toiletten.

Generell ist es aber wichtig, dass man über allem nicht vergisst, dass die Berliner im Großen und Ganzen nach wie vor eine Willkommens-Kultur pflegen. Dies zu erhalten sollte oberstes Ziel sein.

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GATE-Themenabend 27.02.2018: HIER IN BERLIN – Eine Mitmachinitiative von visitBerlin

Liebe Tourismus-Interessierte, liebe Freunde und Freundinnen der GATE-Themenabende,

Im Februar möchten wir erneut herzlich zu einem Themenabend einladen und freuen uns hierfür die Referentin Bettina Werner von visitBerlin begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Dienstag, den 27. Februar 2018 um 19:00

HIER IN BERLIN – Eine Mitmachinitiative von visitBerlin

Das HIER-Mobil auf dem Flohmarkt am Rathaus Schöneberg

Das HIER-Mobil auf dem Flohmarkt am Rathaus Schöneberg. Copyright: Dirk Mathesius

Schon den zweiten Sommer in Folge ist das HIER-Mobil der Initiative HIER IN BERLIN von visitBerlin auf zahlreichen Märkten der Stadt unterwegs gewesen. Unter dem Motto “Mitdenken – Mitmachen – Meinung sagen!” wird am ausgeklappten Tisch zum Gespräch eingeladen um herauszufinden, was Berliner*innen über den Tourismus in Ihrer Stadt denken. Freut man sich? Hegt man einen Groll? Beides? Was könnte besser sein? In vielen langen und kurzen Gesprächen wurden so einige Gedanken und Meinungen eingefangen mit dem Ziel eine fruchtbare und informierte Debatte über den Tourismus in Berlin zu unterstützen.

“Berlin ist bunt und vielfältig, offen und tolerant, lebens- und liebenswert für die Berliner*innen und die Besucher*innen aus aller Welt. Wir möchten, dass das so bleibt – heute und in Zukunft.” Bettina Werner, Projektkoordinatorin dieser Initiative bei visitBerlin, erzählt uns mehr über dieses Projekt und seine bisherigen Ergebnisse.

Wir freuen uns auf Frau Werner und auf zahlreiche Zuhörer*innen und Mitdiskutierende! Weitere Informationen unter https://du-hier-in.berlin/ sowie per E-Mail hier-in-berlin@visitBerlin.de.

 

Wann:  19:00

Wo:       Café Hundertwasser (Obergeschoss), Simon-Dach-Straße 39, 10245 Berlin, Friedrichshain,       (U5 Samariterstraße, U/S Warschauer Straße, Tram 10 Grünberger Straße oder Bus 240         Boxhagener Platz).

 

Um Weiterleitung an Interessierte sowie eine kurze Anmeldung bei zimmermann@gate-tourismus.dewird ausdrücklich gebeten.

Wie immer freuen wir uns auf eine rege Diskussion!

 

Bis dahin herzliche Grüße,

Annegret Zimmermann und das gesamte GATE-Team

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